Traumzimmer

22
Sep
2007

Himmelblau und Purpurrot

ferien

Tage zwischen Hektik und purpurroter Vorfreude. Eine offene Reisetasche steht herum. Wahllos und chaotisch gefüllt. Ein paar Stunden und ein halber Arbeitstag danach wieder ausgepackt. Um wieder , aus dem Bauch heraus, Kleider hinein zu werfen.
Ich will Salz auf der Haut, Sand und Wind in den Haaren und endlich einen blauen Horizont vor mir . Unten blau genauso wie oben.
Dazu brauche ich weder Kleider noch Schuhe. Und wieder packe ich aus. Und definitv nichts ein.

*edit*
...wir sind weg.
*/edit*


Weg.tanzen

20
Sep
2007

Geträumt

Nach dem Aufwachen drei Passionsfrüchte mit einem glatten Schnitt getötet. Und ausgelöffelt. Traumhaft.
Ich spreche im Schlaf, das tat ich schon als Kind. Sogar zu richtigen Unterhaltungen bin ich fähig, hat mann mir mal erzählt.
Nicht brabbelnd undeutlich, sondern richtig erzählend. Und das zweisprachig, zur Zeit träume ich in französisch.
Jetzt warte ich auf den Soundtrack zum Traum.

Heute vor einem wichtigen Meeting die Frage: Rock oder Hose ? Oder gar beides ?
Ich werde einen weiten Bogen um alle Stühle im Raum machen und mich darauf beschränken, die letzte zu sein die das Zimmer verlassen wird. Sicher ist sicher.

Ein neues Lieblingswort haben: Maurisch. Maurische Architektur. In ein paar Tagen endlich den Wind an der Nasenspitze fühlen, der direkt vom Meer her kommt. Calamares essen. Warmen Sand an den Füssen spüren. Und mich voll saugen mit neuen Impressionen: Stoff für Geschichten und Träume. Vielleicht in spanisch .


Tori Amos

11
Sep
2007

Fliegende Bäume

Langsam finde ich meinen Alltag wieder. So langsam es eben geht: Die Bäume fliegen noch immer an mir vorbei, wenn ich die Augen schliesse. Spüre seine Hand auf meinem Oberschenkel und bin ganz bei mir. Ich habe noch immer Euros zwischen den Franken im Portemonnaie . Ich lasse sie dort, in zwei Wochen brauche ich sie wieder. Gut gibt es in Europa fast nur noch eine Währung. Aber auch schade, irgendwie.

Die vielen Eindrücke der letzten Tage sind in meinen Träumen sortiert worden: Ich rutschte letzte Nacht mit einer fat boy aus einer extremen Kurve, verlor einen langen Augenblick den Asphalt und flog plötzlich durch eine Gegend voller Apfelbäumen.
Ich kann fliegen !

Obwohl wir tagelang zusammen waren, ist keine Sattheit spürbar. Eher eine Leere, die nicht mit Worten und sms füllbar ist, sondern nach Berührungen verlangt.
Musik in meinem Kopf, die uns immer wieder begleitete. Das da und das dumpfe Tuckern der Motoren.

Mein Grossvater fuhr niemals Auto, nur Fahrrad und seine geliebte Motosacoche. Kindheitererinnerungen werden wach, gelebte und erträumte. Ich erinnere mich , wie er mir mal erklärte wie der Motor funktioniert.Wir standen neben seinem Motorrad und mir fiel auf, dass seine Augen zwei verschiedene Farben hatten. Eines war braun, das andere grün. Allerdings stand sie nur noch leblos in der Garage, als ich geboren wurde. Der Mythos aber starb nicht.

Meine pubertierende Mitbewohnerin lässt die böhsen Onkelz so laut spielen im Wohnzimmer, dass ich ihr einen fragenden Blick zuwerfe.

Unterwegs sein, berührende Begegnungen. Von ihm und den Musen geknutscht werden. Die Welt um mich herum geniessen und mir einen Regenbogen an den Horizont denken.
Ich schliesse die Augen und spüre seine Hand auf meiner Schulter.
Bedingungslos. So einfach.

26
Aug
2007

Der Nordpol ist nahe

Huskys haben blaue Augen. Oder braune. Und Eisbären lassen sich im Eis nur durch ihre dunklen Augen orten(die sich vom ewigen Weiss des Eises und des Pelzes abheben) , können schnell auf 60 beschleunigen und sie sind essbar. Wenn es sein muss. Und eine Reise mit dem Schlitten und zwanzig Hunden kann durchaus damit enden, dass nur noch neun Hunde am Ende da sind. Und Pinkeln bei -55° erfordert sehr viel Ideenreichtum, um sich kein Körperteil abzufrieren.

Woher ich das alles weiss ?

Eh bien. Ich war da, in der Arktis. Heute. Spannend wars.
Der Nordpol war heute auf einer Passhöhe zwischen dem Emmental und Thun zu finden. Und die Expedition führte ein älterer Motorradfahrer, der zufälligerweise am gleichen Tisch sass wie wir.
Er genoss während einer Stunde meine ganze Aufmerksamkeit, nur kurzzeitig abgelenkt durch ein paar losbrausende Harleys, und fütterte damit mein Fernweh.
Ach ja. Und die Inuit….Aber nein, das ist wieder eine andere Geschichte.
Schön wars, in Canada und in der Arktis. Wenn auch viel zu kurz.

21
Aug
2007

Nichtstun

Nichtstun


Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.
*Seneca*


Ein fauler Tag wird das heute. Einer dessen Aktivität auschliesslich darin bestehen wird, die Seiten eines Buches um zu blättern. Mir Tee ein zu schenken. Die CD wechseln. Und ab und zu mich aus meiner Kuscheldecke wickeln, um zum Kühlschrank zu tapsen.
Um dort nach Schokolade zu fahnden. Es wird keine da sein. Aber diese Tatsache verdränge ich und hoffe auf ein Wunder.Der Katze bei der Fellpflege zusehen. Mir die Hände im Pelz des Wolfes wärmen.
Ein wirklich fauler Tag, der den inneren Dialog (Du wolltest doch heute....Du solltest...Du musst...) ignorieren wird.

zingaro


Satie

2
Aug
2007

Ultramarinblau

Sonnenschein und blauer Himmel über uns. Fast kitschig. Mit Vollgas um den Bodensee fahren, die Nase am Rücken des besten aller Männer und alle Autos überholen, die bei 30° im Stau stehen. Die Tasche im inneren füllen mit Lachen, Staunen und der Zärtlichkeit, die geschenkt wird. Einfach so. Die Blutbahnen voller Adrenalin und Blubberblasen, die purpurrot explodieren .
Die Arme ausbreiten und das Leben umarmen. So weit und fest es geht.
lindau
Inxs...need you



19
Jul
2007

Traumtage

Ein Baby schläft im Bauch seiner Mutter 16 Stunden am Tag.
Neun Monate lang.
Soviel Platz für Träume. Sehnsüchte. Für Gedanken an was-wäre-wenn. Stunden um sich eine Welt zu erträumen,
wie sie sein könnte. Sich etwas aus Wunder zu erschaffen.
Ich bin sicher, ich schlief 24 Stunden lang als Bauchbaby. Darum betrat ich die Welt voller fantastischer Visionen und Tagträumereien.

Und manchmal schlafe ich heute noch, wenn ich wach bin.

3
Jul
2007

Abgehoben

Ich bin mit einem dumpfen Kopf aufgewacht und dem klebrigen Nachgeschmack eines Traumes: Ich flog. Wundervoll. Und spürte die Abdrücke des Salamanders, der mir in der Nacht die Wirbelsäule hoch kroch. Keine konkrete Bedrohung und keine Traumdeutung, dass ich von der Echse träumte, hatte durchaus einen realen Bezug der mit Vorfreude verknüpft ist.
Draussen graublauer Himmel. Das ist gut, wenigstens kein Regen.
Auf dem Boden neben dem Bett Sten Nadolny Die Entdeckung der Langsamkeit. Die nächtliche Lektüre wirkte so entspannend, dass ich mit der Nase im Buch einschlief.

Vor ein paar Tagen flog ich. Mein Leben ist zur Zeit ein Abenteuerspielplatz und Angst überwinden löst Blockaden:
Als ich vor einem halben Leben aufhörte Motorrad zu fahren und in der Rehabilitation arbeitete, schwor ich mir, dass ich nie in meinem Leben als Passagier auf eine Maschine sitzen werde. Ich sah einfach zu viele, sehr üble Unfälle.
Die Entscheidung mir doch wieder den Helm anzuziehen, war keine spontane und fühlte sich dann wundervoll an. Nach den ersten Kilometern, die ich atemlos und wie ein Spastiker verbrachte und vor Angst leise Gedichte rezitierend, kam das flow und mir wuchsen Flügel. Die Ursache des Glücks war in dem Moment die hohe Geschwindigkeit, das tiefe Brummen des Motors und das zufriedene Gefühl, seinen Rücken vor mir zu haben. Und das ist gut so.

15
Jun
2007

Sehnsüchtig

Seltsames Fernweh, melancholisch. Nicht die Sehnsucht nach einem Ort, sondern nach einem bestimmten Gegenüber.
Die Glut brennt und schlägt Funken, als ein Motorrad um die Ecke biegt.
‚Schön dass du da bist’, sagen und in den Augen das Geheimnis suchen. Es nicht finden.

‚Das Geheimnis ? Es ist die Liebe. Und die Ehrlichkeit. ‚ Sagte er , umschlingt und küsst .

12
Jun
2007

Safrangelbe Zaubertage

Ein guter Tag ist einer, der unerwartet Orangenblüten in die offene Hand wirft und mit einer Umarmung beginnt. Nachdem frau zuvor im Zaubergarten eines Dornröschenschlosses wandelte. Einer der kleine Momente, winzige NanoAugenblicke im grossen Leben, aufbläst und kitschige Glitzersteinchen darüber pustet. Und diese gelebten und gefühlten Zeitoasen dadurch unermesslich wichtig und unvergesslich machen. Ein guter Tag ist einer, der Regen über die ganze Szene schüttet und frau ihm gelassen in seine Wolken lacht, bis er aufgibt und die gefesselte Sonne loslässt.
Ein wirklich guter Tag war einer, der mit einer herzlichen Umarmung endet, nachdem der Hahn siebenmal krähte.

Und weils so schön ist, mal wieder free hugs für alle.
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Tausendundzwei Erzählungen

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Madame Lila - 30. Nov, 13:14
hab da noch ein passendes...
hab da noch ein passendes bild dazu gefunden... ;o) http://www.wildbits.de /wp-content/myfotos/artike lbilder2/ehe.png
heimlifeiss - 29. Nov, 14:37
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genau, das ist das buch! - dann freue ich mich noch...
falki - 28. Nov, 19:04
Es ist anscheinend die...
Es ist anscheinend die Verfilung eines Buches von Jon...
acqua - 28. Nov, 13:09
genau meine währung...
genau meine währung film... danke für den...
falki - 28. Nov, 13:06
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ich sollte wohl mal wieder ins kino gehen - und die...
fata morgana - 28. Nov, 10:09
du kannst ja ins Welschland...
du kannst ja ins Welschland fahren, ist ja nicht weit...
theswiss - 28. Nov, 09:35
Zuerst der Film. Dann...
Zuerst der Film. Dann der Soundtrack. Maybe. (Wenn...
Madame Lila - 28. Nov, 07:16

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Zuletzt aktualisiert: 30. Nov, 13:14

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