Ferdinand und die Schneeflocke
Die morgendlichen Schritte zum Auto sind nicht mehr leise, sondern machen klick . Wenn Eis unter den Sohlen zerbricht.
Es ist definitiv kälter geworden: Morgen müssen wieder Spiigeli zum Anfeuern des Ofens gehackt werden.
Während ich mich in meinen Wintermantel kuschle, fangen die Menschen an alles weihnächtlich zu beleuchten und sich Gedanken darüber zu machen, welchen Weihnachtsmarkt sie dieses Jahr besuchen werden.
Mein persönliches Zeitempfinden ist beleidigt : Die einzigen Sterne die ich momentan sehen will, sind die am Firmament.
Gestern einem Mann zugehört, der mir von Ferdinand erzählte, seiner zahmen Krähe.
Hugin und Munin. Odins Rabenzauber. Die sieben Raben von Grimm. E.A. Poe’s the raven.
Und ich kann sie sehen, sie treffen sich jeden Abend in den Ästen des Nussbaumes, krächzen sich die Geschichten des Tages zu. Bevor sie in den Wald fliegen.
Auf die Schneeflocken warten, ich habe noch keine auf der Nasenspitze gehabt. Und mit offenem Mund keine einzige gefangen.
Sieben müssten es sein, mindestens.
Frozen
Es ist definitiv kälter geworden: Morgen müssen wieder Spiigeli zum Anfeuern des Ofens gehackt werden.
Während ich mich in meinen Wintermantel kuschle, fangen die Menschen an alles weihnächtlich zu beleuchten und sich Gedanken darüber zu machen, welchen Weihnachtsmarkt sie dieses Jahr besuchen werden.
Mein persönliches Zeitempfinden ist beleidigt : Die einzigen Sterne die ich momentan sehen will, sind die am Firmament.
Gestern einem Mann zugehört, der mir von Ferdinand erzählte, seiner zahmen Krähe.
Hugin und Munin. Odins Rabenzauber. Die sieben Raben von Grimm. E.A. Poe’s the raven.
Und ich kann sie sehen, sie treffen sich jeden Abend in den Ästen des Nussbaumes, krächzen sich die Geschichten des Tages zu. Bevor sie in den Wald fliegen.
Auf die Schneeflocken warten, ich habe noch keine auf der Nasenspitze gehabt. Und mit offenem Mund keine einzige gefangen.
Sieben müssten es sein, mindestens.
Frozen
Madame Lila - 16. Nov, 14:26
Wilderer - 17. Nov, 09:53
Ach, Lila, was für ein Song. Der erinnert mich an eine grosse Liebe, vor bald zehn Jahren. Sie hörte dieses Lied drei Tage lang, ununterbrochen. Trank und rauchte und schluckte dabei, soviel sie nur konnte. Schliesslich - es war die längste Nacht des Jahres, doch das wusste sie schon lange nicht mehr - wollte sie endgültig aufhören mit Leben. Ich kam ihr knapp zuvor. Man brachte sie in die Klinik. Wo ich die nächsten Wochen verbrachte, Händchen haltend, Trost spendend, in tausend Farben eine bessere Zukunft ausmalend. Bis ich deswegen von der Schule und aus dem Haus flog und selbst ganz unten anfangen musste. Geschichten, die ich eigentlich schon lange vergessen habe. Irgendwie sind sie jetzt wieder da. Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich diesen Song endlich wieder hören kann...
Liebe Grüsse, der Wilderer
Liebe Grüsse, der Wilderer
Madame Lila - 18. Nov, 13:06
Extrem, gell, wie Musik und/oder Gerüche die eigene Erinnerung aufleben lassen ?!
Deine Geschichte berührt, aber sie ("Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich diesen Song endlich wieder hören kann...")
hat auch ihre gute Seite.
Prägende Erlebnisse sind immer tief und manchmal eben düster und dunkel. Aber das gehört dazu, das weisst du genau so gut wie ich.
Dualität: Das was verbindet, trennt grundsätzlich auch.
In Zeiten der Eiszeit einen Menschen an der Seite zu haben, dich in dem Fall, kann einem manchmal das Leben retten, nicht wahr ;-) ...
Deine Geschichte berührt, aber sie ("Aber ich habe auch das Gefühl, dass ich diesen Song endlich wieder hören kann...")
hat auch ihre gute Seite.
Prägende Erlebnisse sind immer tief und manchmal eben düster und dunkel. Aber das gehört dazu, das weisst du genau so gut wie ich.
Dualität: Das was verbindet, trennt grundsätzlich auch.
In Zeiten der Eiszeit einen Menschen an der Seite zu haben, dich in dem Fall, kann einem manchmal das Leben retten, nicht wahr ;-) ...
canela.wordpress - 18. Nov, 18:52
also ich oute mich als absolute nicht madonna-fan. ausser die cd, auf der dieses stück ist. die habe ich mir gekauft. weil sie da für meinen geschmack mehr tiefe innehatte. ich glaube, da hatte sie auch ihr erstes kind. das hübsche mädel.
musik ist ein tonleitergedächnis. sie ist eine art vergangenheit, ohne bilder im aussen, um so mehr im inneren.
musik ist ein tonleitergedächnis. sie ist eine art vergangenheit, ohne bilder im aussen, um so mehr im inneren.
Madame Lila - 19. Nov, 11:24
Ich gebe dir Recht, in allem. Und es fällt mir gar nicht schwer ....



kalt
Und den Raben finde ich sehr interessant, ein stolzes, freies Tier...mit klugen Augen, einem nachtschwarzen Gefieder...