Che und die Revolution

Sein Bild hing in meinem Zimmer, es war die Zeit der eingekreisten A und der Jugendbewegung. Wir wollten anders sein als unsere Eltern. Wir lasen das rote Buch von Karl Marx und debattierten nächtelang darüber, während der Qualm von selbstgedrehten Zigaretten uns umgab. Sid Vicious von den Sex Pistols war gerade gestorben und ich trug Punk. Unser Unwort war Bünzli….
Niemals wollten wir so werden.
Heute lese ich, dass Che Guevara heute seit 40 Jahren tot ist. Und ich frage mich, wie viel Revolution von damals noch in mir ist, und wie viel Bünzli.
Wir müssen stark werden, ohne je unsere Zärtlichkeit zu verlieren.
E.C.G.
Madame Lila - 9. Okt, 16:02
falki - 10. Okt, 10:31
ach ja der che - 1998 stand ich an seinem grab in santa clara / cuba. für die cubaner ist er heute noch DER held!
"un guerillero heroico" - der freund und retter der nation. fidel kommt erst an zweiter stelle, wenn überhaupt!
- wenn ich so lese, was der wilderer schreibt, dann verstehe ich gut, dass mensch jedoch auch anders über ihn urteilen kann! doch als symbol für den kampf der unterdrückten gilt er auch für mich immer noch und den cubanern hat er sicher sehr geholfen damals.

(cubanerin am grab von che)
"un guerillero heroico" - der freund und retter der nation. fidel kommt erst an zweiter stelle, wenn überhaupt!
- wenn ich so lese, was der wilderer schreibt, dann verstehe ich gut, dass mensch jedoch auch anders über ihn urteilen kann! doch als symbol für den kampf der unterdrückten gilt er auch für mich immer noch und den cubanern hat er sicher sehr geholfen damals.

(cubanerin am grab von che)
canela.wordpress - 10. Okt, 10:48
ich war schon ein paar mal in kuba. und er ist immer noch ominpräsent. ich war auch im mausoleum von che.
um che, wird immer noch einen kult betrieben, der wir uns hier gar nicht mehr vorstellen können.
um che, wird immer noch einen kult betrieben, der wir uns hier gar nicht mehr vorstellen können.
Madame Lila - 11. Okt, 10:01
Will auch da hin ! Nicht Che wegen. Sondern allem drum herum.
muellerto - 10. Okt, 14:25
Che Guevara?
Mir gegenüber sassen mal im Zug zwei Hühner, vielleicht 18. Die eine hatte in Zürich ein Che-Guevara-Poster erworben und rollte dieses nun aus. Da sagt die andere: "Dös isch ja megakchuuhl." Da sagt erstere "Ja, gibt's jetzt auch als T-Shirt."
Mir gegenüber sassen mal im Zug zwei Hühner, vielleicht 18. Die eine hatte in Zürich ein Che-Guevara-Poster erworben und rollte dieses nun aus. Da sagt die andere: "Dös isch ja megakchuuhl." Da sagt erstere "Ja, gibt's jetzt auch als T-Shirt."
Madame Lila - 11. Okt, 10:02
Merchandising halt.


Ich, selbst Sohn eines überzeugt sozialistischen kleinen Beamten, kam dann zum Schluss, dass ich die grosse linke Revolution lieber doch nicht haben möchte. Vor allem nicht, wenn sie von Arztsöhnen geplant wird. Und seitdem staune ich, dass mir Leute mit dem besagten Konterfei auf der Brust verbieten wollen, Hamsun zu lesen, weil der doch irgendwas mit menschenverachtend und faschistisch zu tun habe und so...
Von daher - lieber noch Bünzli. Oder eben Wilderer ; )
Und wir sahen in Che einen Verbündeten, der zudem für seine Idelogie starb. Ein Held. Und die Tatsache, dass er Krieg führte (wie du es beschreibst) , passte nicht in mein Schema, ich hätte dir nicht geglaubt. Wenn du mir das damals erzählt hättest.
Che ist heute eine Ware, die sich gut verkauft. Lange nicht überall wo Che drauf steht, ist ein Rebell drin :-). Meistens einfach ein Mensch, der den Stern auf dem Käppi mag, den der Typ auf seinem TShirt trägt.
Hamsun zu lesen ist kritisch. Ich las nichts von ihm, aber ich kann verstehen, dass du damit irgendwie Diskussionen herausforderst.
Reden ist immer gut.